TV Nellingen - HSG Ettlingen: 29:29 (10:15)
Zum späten Abendspiel (Anpfiff 19:30) ging es am Samstag für die Regionalliga-Mannschaft der weiblichen B-Jugend nach Nellingen bei Stuttgart. Über den Gegner war noch nicht bekannt, interessanterweise hatte Nellingen noch kein einziges Spiel bestritten.
Es ging erstmal gut los: Nach einem anfänglichen Abtasten mit vielen Fehlern und wenig Toren konnten sich unsere Mädels zur Mitte der ersten Halbzeit einen 3-Tore Vorsprung herausarbeiten und auch halten. Der Angriff funktionierte und die Abwehr stand gut. Auch einige Paraden konnte die HSG verbuchen. Kurz vor der Pause konnte man sogar nochmal eine Schippe drauflegen und zwischenzeitlich auf 7 Tore wegziehen. Etwas unglücklich büßte man aber vor dem Halbzeitpfiff zwei Tore Vorsprung wieder ein, so dass es mit 15:10 in die Pause ging.
Auch Anfang der zweiten Hälfte blieben die Ettlinger Spielerinnen stabil. Weiter wegzuziehen gelang allerdings auch nicht. Wahrscheinlich machte sich hier schon eine gewisse Müdigkeit bei einigen Mädels bemerkbar. Trotzdem blieb der Vorsprung bis 5 Minuten vor Schluss mehr oder minder konstant. Es gelang den Gastgebern jetzt aber immer häufiger über den Rückraum zu einfachen Toren zu kommen – es fehlte oft der Schritt dem Gegner entgegen.
Dann brach das Ettlinger Spiel leider kurz komplett zusammen: Man kassierte in drei Minuten 4 Tore ohne selbst einen einzigen Treffer landen zu können, so dass nun plötzlich ein Gleichstand auf der Anzeigetafel stand. Die HSG konnte zwar nochmals in Führung gehen, die Mannschaft aus Nellingen konterte aber prompt, so dass am Ende nur noch 8 Sekunden für den Siegtreffer aus Sicht der Ettlinger blieben. Tatsächlich gelang es den Kreisläufer frei vor dem Tor den Ball zukommen zu lassen – allerdings hatte der Schiedsrichter vorher auf Freiwurf für die HSG entschieden, statt den Vorteil laufen zu lassen. Durch diese sehr unglückliche Schiedsrichterentscheidung blieb so nur noch ein direkter Freistoß für die HSG, der leider nicht zum Torerfolg führte. Das Spiel endete das Unentschieden mit 29:29.
Das ist ein sehr frustrierendes Ergebnis, einerseits angesichts der Tatsache, dass die HSG nicht einmal ins Hintertreffen gekommen war und zwischenzeitlich mit 7 Toren vorne lag, andererseits weil das Spiel am Ende durch die letzte Entscheidung des Schiedsrichters und nicht durch die Spielerinnen auf dem Platz entschieden wurde. Den Punkt verloren hat die HSG aber nicht aufgrund der Schiedsrichterleistung (die abgesehen vom letzten Pfiff wenig Grund zu Meckern bot), sondern Aufgrund der letzten Minuten, in denen die HSG zu müde und wohl auch nicht abgebrüht genug war, den eigentlich verdienten Sieg nach Hause mitzunehmen
