VfL Waiblingen Handball - HSG Ettlingen: 25:22 (8:7)
Es läuft noch nicht alles rund für die HSG in der Rundhalle in Waiblingen. Dort fand die Regionalligapremiere für die Mannschaft der weiblichen B-Jugend am Sonntag statt. Die Gastgeberinnen hatten die Qualifikation zur Jugendbundesliga denkbar knapp verpasst, entsprechend stark war der erste Gegner der Ettlingerinnen einzuschätzen.
Der Anfang des Spiels war sehr torarm: in den ersten 12 Minuten fielen gerade einmal 2 Tore auf jeder Seite. Das lag aber nicht an der mangelnden Angriffsleistung als vielmehr an der guten Leistung beider Abwehrformationen. Trotzdem gelang es immer wieder, gute Gelegenheiten zu erarbeiten – insbesondere das Abräumen nach links funktionierte gut – und die HSG konnte sich mit zwei Toren absetzen. Aber die suboptimale Chancenauswertung und einige Fehler im Aufbauspiel verhinderten, dass man richtig davonziehen konnte. Das führte – gepaart mit einer Zweiminutenstrafe – doch recht schnell wieder zum Ausgleich. Das Spiel war dann halbwegs ausgeglichen, die HSG lief aber immer wieder einem Rückstand hinterher. Das blieb bis zur Pause so, daher ging es mit einer knappen 8:7 Führung zugunsten der Waiblinger in die Kabine.
Direkt nach der Pause zeigten die Gäste aus Ettlingen erstmals ihr schnelles Tempospiel. Durch mehr Aggressivität und Fokus auf erste und zweite Welle gelang es, aus dem Rückstand eine Zwei-Tore-Führung zu machen. Die Trainerin der Gastgeber sah sich schon nach drei Minuten in der zweiten Halbzeit zu einer Auszeit genötigt.
Dann riss der Faden allerdings erst einmal komplett: Zwei weitere Minuten später lag man schon wieder zurück und zu Minute 35 konnten die Waiblinger zum ersten Mal auf drei Tore davonziehen. Die HSG hatte in dieser Phase Probleme mit der offensiveren Deckung der Hausherrinnen, die ihre Chancen gegen eine müder werdende Deckung nun konsequenter nutzten. Danach konnte man sich zwar wieder stabilisieren, es gelang aber nicht mehr heranzukommen. Am Ende musste man sich 22:25 geschlagen geben.
Letztendlich hat Waiblingen verdient gewonnen. Das knappe Ergebnis zeigt aber, dass die HSG ein gutes Spiel gegen einen guten Gegner abgeliefert hat. Ärgerlich trotzdem, da man das Gefühl nicht loswird, dass deutlich mehr drin gewesen wäre.
Man kann es aber auch positiv sehen: Da ist einiges möglich, wenn es erst mal richtig rund läuft und unsere Mädels so richtig ins Rollen kommen!
